20.04.2018

Der erste Abschnitt der Great Ocean Road

Durch die Kälte in der Nacht, aber auch aufgrund des Sonnenaufgangs, war ich bereits um 7 Uhr morgens wach und bereite mich auf meinen Tag vor. Nach dem Frühstück ging es nach wenigen Kilometern bereits auf die lang ersehnte Great Ocean Road.
Mein erster Stop war dann am Bay of Islands (Bucht der Inseln). Hier bekam ich die erste Eindrücke der Küste zu sehen und war schon erstaunt. Durch den recht starken Wind der mit den Regenwolken kam, gab es an diesem Tag sehr hohe Wellen. Ich lief ein wenig an den Klippen, mit ausreichend Sicherheitsabstand, entlang und kam zu einer Stelle, an der die "Geburt einer Bucht" bevorsteht. Diese entsteht durch die Einwirkungen von Wind, Regen und Meer.
Nach nur ein paar Minuten kam ich am Bas of Martyrs an. Es waren eigentliche mehrere Buchten mit herrlichen Stränden und atemberaubenden Klippen. Teilweise waren strände lediglich durch ein bisschen Gestein getrennt und wenn man sich beeilte konnte man, ohne nass zu werden, vom einen zum anderen Strand gelangen. Ist mir natürlich gelungen :D Unter Algen liegend habe ich auch etwas eigenartiges gefunden: es sah aus wie ein riesiger Zahn, aber ich glaube kaum, dass eines der Meeresbewohner solche Zähne hat... wenn einer da Bescheid weiß kann er es ja mal in die Kommentare schreiben :D
An der Bar of Martyrs war ich über eine Stunde, um wirklich alles zu sehen :D
Weiter ging es dann zu The Grotto (ja Grotto heißt auf Deutsch Grotte :D ). Es war eine Art Gesteinsbogen, welcher unter sich ein Becken bildet, welches türkisschimmerndes Wasser enthält. Leider kann man dort nicht direkt hingelangen... Vor diesem Bogen steigen die Wellen die Klippe hinauf sobald sie diese erreichen. Ein sehr schöner Ort...
Next Stop: London Bridge und nein, ich war nicht in London :D Hierbei handelt es sich eine durch Wasserunterspühlung geformte Gesteinsbrücke, deren Verbindung zum Festland 1990, aufgrund des Gewichtes, einstürzte. Hierbei musste man 2 Peronen mit dem Helikopter retten.
Der Rundgang dort führte auch zu einer Stelle, an welcher ich nun auch einen (sehr kleinen) Wasserfall sehen konnte. Damit mich auch niemand so schnell vergisst, habe ich meinen Namen in das Holz der Absperrung geritzt :D
Mein Weg führte mich weiter zu The Arch, welcher ein weiter Felsbogen war. Auch hier konnte man die unglaublich hohen Wellen gut beobachten.
Nach ein paar Minuten kam ich dann in der Hafenstadt Port Campbell an. Hier hielt ich direkt am Strand an. An der Klippe, die sich direkt am Strand befindet, konnte man über Treppen hinaufgelangen zu einem Aussichtspunkt. Von hier aus sah man die ganze Stadt und den Strand. Des Weiteren führte ein Fluss hier direkt ins Meer. Da es gegen Mittag war, machte ich hier eine kleine Pause bevor es für mich weiter ging Richtung Loch Ard Gorge. Dies ist ein Gebiet mit vielen, in Meer hinausgehenden Klippen. Vor vielen Jahren gab es hier ein Schiffsunglück, bei dem lediglich 2 Personen überlebten.
Die Hauptbucht von Loch Ard Gorge ist wirklich traumhaft, was nicht nur am Strand selbst liegt. Im hinteren Bereich der Bucht wachsen von der Felswand Stalagtite zum Boden.
Teilweise sah es bereits hier aus wie am Punkt der 12 Apostel zu denen ich später noch komme: überall standen vereinzelt Felsen im Meer. Durch die Kraft des Meeres werden diese aber auch bald einstürzen und so nicht mehr sichtbar sein. Dabei wird der Küstenbereich über tausende von Jahren immer weiter ins Landesinnere verlegt. Fakt ist: würde man sich an diesen Punkt vor tausenden von Jahren begeben, wäre man immer noch 200-300 Meter von den damaligen Klippen entfernt :D
Der Weg am Loch Ard Gorge führte mich dann zur Thunder Cave (Donnerhöhle). Diesen Namen trägt diese Höhle nicht für umsonst: wenn eine Welle auf die Felswämde trifft verstärkt sich der Klang des Aufpralls durch die Höhle und man denkt es donnert. Einmal habe ich sogar wirklich geglaubt, dass es anfängt zu gewittern :D
Nach einer viertelstündigen Fahrt kam ich dann endlich zu den 12 Aposteln. Auch hier war ich mal wieder nicht ganz allein. Ganze Reisebusse hielten hier. Wenn man sich mal überlegt, dass man sich hier lediglich Felse im Wasser ansieht, könnte man wirklich teilweise denken: Wie blöd sind wir eigentlich :D Aber ich meine, selbst Teddybören (Bruno) gefiel es :D
Einige der 12 Apostel sind allerdings schon vor Jahren eingestürzt. Alles in allem fand ich jedoch Loch Ard Gorge schöner...
In der Nähe der 12 Apostel befindet sich zudem noch der Gibson Steps. Ein sehr länger Strand, welcher man durch sehr Stelle Treppen erreichen kann.
Nachdem ich die Gibson Steps verlassen hatte, ging die Straße ungefähr so weiter, wie von Saalfeld hoch Richtung Neuhaus. Von einer Kurve ging es in die nächste. Endlich gab es hier überhaupt mal Kurven :D
Oben angekommen musste ich für heute erstmal die Great Ocean Road verlassen, um nun Richtung des Campingplatzes zu fahren. Dieser lag mitten im Otway Nationalpark, was bedeutete, dass ich einmal quer durch den "Dschungel" fahren durfte. Nach ein paar Minuten bekam ich schon echt ein mulmiges Gefühl, wo mich der Weg hinführen soll. Dies verstärkte sich, als Googel Maps meinte ich sei angekommen, aber außer ein paar Lamas und kaputte Wellblechhäuser gab es hier nichts. Mutig fuhr ich einfach weiter den Berg hinab, bis ich endlich ein Schild mit der Aufschrift Campingplatz sah. Ich folgte diesem Schild. Nach ein paar Minuten war ich dann auch endlich angekommen. Ich war auch nicht allein, denn auch andere Backpacker waren hier. Die Anzahl derer stieg in den folgenden Stunden auch noch rasant an.
Dadurch, dass der Campingplatz mitten im Nationalpark lag, kam ich mir vor wie bei "Ich bin ein Star, holt mich hier raus":D
Zum Essen gab es dann noch nach nichts schmeckende Dosenraviolie...
Als es dann schon sehr kühl wurde, kuschelte ich mich in meinen Schlafsack und schlief ein ...
Da ich zu viele Bilder gemacht habe, hier eine "kleine" Auswahl
Der Beginn der Great Ocean Road:

Bay of Islands:






Bayof Martyrs:





London Bridge:




The Arch:

Port Campbell:



Loch Ard Gorge:






12 Apostel:






Gibson Steps:





"Ich bin ein Star, holt mich hier raus" :D






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Der letzte Tag

Nun ist er also da: der letzte Tag in Australien. Ich habe bereits ausgecheckt und warte jetzt nur noch auf den Shuttle Bus, der mich zum Fl...